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Die Einfachheit der Trinität

Nimm Dir etwas Zeit und betrachte dieses Bild!

 

Nimm genau wahr, was Du dort siehst. Wo sind Relationen oder Beziehungen zu erkennen? Wie sind Lichtverhältnisse oder wie verhalten sie sich zu möglichen Schatten? Was nimmst Du wahr?

Gespräch mit Gott:

Ich saß mal wieder etwas länger in der Kirche. In diesem Fall in der Citykirche, St. Michael in Göttingen, betrachtete den Altarbereich – in Gedanken versunken – als mir die folgende Erklärung zum Geheimnis Deiner Dreifaltigkeit ganz einfach und anschaulich vor die Füße fiel:

 Das hohe, goldene Kreuz steht für dich, Gott, Abba. Der über allem Erhabene, unerreichbar hoch, wunderschön, mächtig und unverfügbar.

Doch Du wirst angestrahlt. Und durch dieses Licht erst, wird uns deine Schönheit offenbar, der güldene Glanz, filigrane Elemente, die das Licht reflektieren. Da du, Gott, niemanden benötigt und du in dir bereits ALLES bist, kannst du dich nur selbst anstrahlen, als göttlichen und heiligen Geist. Nur wenn er dich anstrahlt können wir dich hoch oben, über dem Altar, erhaben sehen und deine Schönheit erahnen, ohne jemals an dich heranreichen zu können.

Würdest du deinen Geist wieder in dich zurückziehen und das Strahlen beenden, wärst du weiterhin dort und in deiner Souveränität unverändert, doch wir könnten dich in unserer Dunkelheit nicht mehr erkennen. Dennoch wärst du da und hast uns nie verlassen.

Wir sind also auf dein Licht, deinen Geist, angewiesen, um Sehende sein zu können. Ein Licht, in welchem wir immer leben, doch zumeist machen wir uns keine Gedanken über seine Herkunft oder wir Menschen betrachten es als selbstverständlich.

Damit wir dich wahrnehmen können, mußt du uns also zum einen deinen heiligen Geist (Licht) schenken, der dich anstrahlt und wir müssen dich auch noch sehen wollen, suchen und nach dir Ausschau halten. Suche ich dich nicht, kann ich dich trotz des Lichtes nicht erkennen. Wie in jeder Beziehung, muß jeder einen Schritt auf den anderen zugehen.

Neben dir offenbart uns dein Licht noch etwas anderes: Deinen Schatten oder eine Spiegelung, ... etwas das sich nur im Zusammenspiel mit dir und den heiligen Geist offenbaren kann - Jeshua.

In ihm zeigst du dich wie ein konzentrierter Schatten auf unserer Augenhöhe, so wie man es in St. Michael gut erleben kann. Ihn können wir erreichen, anfassen, begreifen und genau betrachten. Doch auch wenn er ein Teil von dir ist, bildet er dich, Abba, „nur“ ab oder offenbart in Deinem Licht besondere Farbspiele und Eigenvariationen. Ohne dich kann er nicht existieren. Und nur durch ihn können wir Rückschlüsse auf dich in der Höhe schließen und deine Vielfalt erahnen.

Jeshua bewegt sich nirgendwo hin ohne dich und deinen Geist. Er steht in absoluter und doch frei gewählter Abhängigkeit zu Dir. Ohne dich könnte er nicht nur nicht sein, sondern auch niemals diese Farbpracht und Variation erreichen. Jeshuas wahre Pracht, entspringt dir. (Joh 6,44 Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht.) Du aber, Gott, kannst ihn überall mit hinnehmen und ihn durch deinen Geist (Licht) überall hin projizieren.

Je nach „Geisteinfall“ kann Jesus dir so nahe kommen, daß es für mich als Betrachter erscheint, als wärt ihr deckungsgleich – eins.

Wir können nicht auf dich blicken ohne das Licht, deinen Geist, und somit auch nicht ohne Jesus, der uns Fassetten deiner Herrlichkeit erst wirklich zeigen kann. (Joh 6,46 Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist.)

Und so erklären sich auch die verschiedenen Gesprächspartner und ihre Gewichtungen in unseren Gebeten:

Gott, du stehst über allem. Deine Herrlichkeit und dein Glanz sind unumstritten und offensichtlich. Die Tatsache, daß Du soweit über uns bist und immer etwas Unfassbares und somit mystisches behalten wirst, macht dich noch „größer“ in unserer Wahrnehmung.  --> Mein Herr und mein Gott!

Du als Jeshua bist nicht ganz so blendend strahlend und golden, dafür aber für uns eher greifbar bzw. immerhin betrachtbar, da er auf unserer, meiner Höhe steht und um meine Freundschaft ringt. Wir können Nähe zu ihm herstellen, wissend, daß es da noch mehr gibt - dich, den wir mit nichts fassen können. Durch ihn kommen wir mit dir in Berührung, wen auch oft auf sehr „menschliche“ Art und Weise. („Durch ihn und mit ihm und in ihm, ist Dir Gott, allmächtiger Vater, in der Einheit mit dem Heiligen Geiste alle Herrlichkeit und Ehre, jetzt und in Ewigkeit. Amen!“) Mit ihm können wir Beziehung leben und konkrete Gespräche führen.

Dein Licht, die Ruach, jedoch, hat keine eigene Gestalt. Sie ist hell und da. In ihrer Gegenwart ist Licht und wir können erkennen und verstehen. Ohne sie geht für uns nichts und doch können wir sie selbst nicht erkennen und fassen. Das macht es für uns Menschen oft so schwer sie zu verstehen und gebührend zu ehren, geschweige eine Beziehung mit dir durch sie zu entwickeln. Und doch befähigst Du uns durch Deine Ruach erst zu einer solchen Beziehung.

 

Je nachdem, wohin sich der Betrachter bewegt, kann der Schatten oder die Lichtspiegelung, der Blick auf Jesus, variieren und neue Variationen und Einzelheiten offenbaren. Auch die wechselnde Intensität des geistlichen Lichtes verändert die Wahrnehmung erheblich.

Du, Abba, bleibst immer derselbe. Ich danke dir, daß dein Licht, deine Ruach, uns Menschen alle bescheint und uns so zu einer Verähnlichung zu dir führt. Und jeder von uns hat die Chance, in deinem Licht, eine besondere Lichtspiegelung hervorzubringen und so Sichtweisen, Blickwinkel und Helligkeiten in meinem und dem Leben anderer zu beeinflussen.

Menschliches Limit: Die Macht, Schatten zu werfen bzw. andere vielleicht durch unsere Größe und Taten in den Schatten zu stellen, ist uns in der Regel höchst unangenehm. DAS bezeichnet man auch als den Jonas-Komplex. (Die Angst vor der eigenen Größe und den eigenen Möglichkeiten. Masslow)

Dabei vergessen wir vollkommen, daß du uns dort bescheinst und unsere Wirkung ohne dich gar nicht möglich wäre. Und weiter möchtest Du, daß wir alle in der ersten Reihe stehen, Hand in Hand, in Frieden und in deiner Liebe, um uns alle gleichermaßen zu bescheinen und wachsen zu lassen.

 

Um uns dir annähern zu können, benötigten wir also zwingend das Licht deines Geistes und die im Licht offenbarten Schatten und Lichtspiegelungen, in welchen wir immer mehr von Dir erkennen und verstehen lernen.

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