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007 Verhandlung: Aktenzeichen xyxx0, Adam und Eva gegen Gott

Die Frage nach dem GUTEN Gott im Fall: Adam und Eva gegen Gott vor dem Menschengericht. Ich wurde gefragt - ich habe geantwortet.

 

Menschen waren gedacht für ewiges, also wirkliches Leben, verfielen jedoch dem Reiz einer vermeintlichen Gottgleichheit und setzten sich über das einzige Gebot Gottes, das ihnen gegeben war, hinweg. Somit mussten sie bereits vor dem sog. Fall Entscheidungsfreiheit gehabt haben. Und sie mussten zumindest Kenntnis darüber haben, was Recht und Unrecht ist.

Tatsächlich wissen kleine Kinder dies aber doch nicht. Und ich als Mutter erwarte dennoch, daß sie meine Gebote erfüllen, weil ich sie ihnen zum Schutz und aus Umsicht gegeben habe (aus Liebe) – egal ob die Gebote bereits verstanden wurden oder nicht. (Beispiel: Nach rechts und links schauen, EHE man eine Straße überquert. Justus schnallt das jetzt erst richtig und ist bereits 7 Jahre alt- Erzählt habe ich ihm das gefühlt IMMER schon!)

 

 

(…) Sie wussten, dass sie das nicht tun durften, was sie vorhatten, Aber konnten sie das Ausmaß der angekündigten Sanktion überschauen, einordnen, verstehen? Wussten sie, was Sterben, Tod bedeutet?

Das bezweifle ich ernstlich.

 

 

Und wollte der Mensch sich wirklich, definitiv von Gott abwenden, losreißen, entfernen? Wollten sie ihn wirklich „vom Thron stürzen“, wenn sie so wären wie er?

Auch das glaube ich nicht! Ich denke es geht er grundsätzlich darum, daß der Mensch immer NOCH MEHR von allem haben möchte und letztlich nie zufrieden ist.

Wir (das Fußvolk) wissen ja auch grundsätzlich besser als alle Politiker zusammen, wie man Deutschland besser regieren würde, oder? Tatsächlich möchte ich definitiv nicht in Merkels Haut stecken und mit niemanden von denen tauschen oder auch nur in Ansätzen mit ihrer Verantwortung leben müssen. ABER ein bißchen mehr Macht und Einfluß wäre dennoch bisweilen echt praktisch und schön. Über die damit verbundenen Konsequenzen denken wir in der Regel aber nicht nach – Adam und Eva scheinbar auch nicht. Ich denke nicht, daß sie Gott etwas wegnehmen wollten – soweit werden sie gar nicht gedacht haben – sie wollten nur grundsätzlich ein bißchen MEHR…. Egal was es dann kosten würde.

Genauso agieren wir heute doch immer noch: Es passieren widrige Dinge in meinem Leben und ich bin NICHT bereit sie anzunehmen. Ich agiere, um sie zu ändern und in meinen Gebeten erzähle ich Gott, wie es EIGENTLICH zu laufen hat (bitte mach, daß ….) und sind enttäuscht, wenn es nicht klappt. Noch besser: Genügend Menschen fragen dann „Wo ist denn dieser tolle Gott, wenn man ihn braucht?“, sobald das Leben irgendwie schwierig für sie wurde.

Insofern leben Adam und Eva heute immer noch sehr präsent in uns, ohne daß wir elementar etwas dazu gelernt hätten, oder?

Stellt sich unweigerlich die Frage: Glaube ICH an Gott? Vertraue ich auf Gott und seine Führung? Glaube ich an einen GUTEN Gott, der mich liebt und es gut mit mir meint?

(Das sind im Übrigen die entscheidenden Fragen für mich vor einem Versöhnungssakrament. Versöhnung ist tiefe Beziehungsarbeit!)

In unserem eigenen Aktionismus werden wir blind für die göttliche Führung und nehmen Dinge vorweg. In diesem Augenblick ist schlicht kein Raum mehr für Gott. Es geht also nicht darum ihn aktiv wegzustoßen, als ihm seinen Raum in meinem Leben zu verwehren. Und das tue ich jeden Tag irgendwie – obgleich ich es (bewußt) nicht möchte!!!

 

 

Und mir bleibt nach wie vor der Verdacht, dass der sog. Sündenfall von Gott von vornherein eingeplant war, denn durch ihn wurde der Mensch Entscheidungs- und Verantwortungsträger, also eigentliches Ebenbild Gottes.

Ja, die These habe ich nun schon häufig gelesen und gehört. Auch dies sozusagen als Gottes besondere Pädagogik.

Zumindest ist es von Gott einkalkuliert und eine Option gewesen, für die wir uns entscheiden konnten. Und als allwissender und allgegenwärtiger Gott, wußte er, daß dies passieren würde. Und dennoch hat er vielleicht etwas anderes gehofft. Auf jeden Fall aber hat er uns keine Option vorenthalten, nur weil er wußte, was wir tun würde, sondern uns unseren Willen mit ALLEN Optionen gelassen.

In einem netten Sprichwort, dessen Autor ich nicht kenne heißt es: „Ob Dir etwas (jemand) wirklich gehört hat, weißt Du erst, wenn Du es hast fliegen lassen. Kommt es dann zu Dir zurück, ist es wahrhaft deins!“

 

 

Durch Übertretung des Gebotes im Paradies wurde der Mensch aus dem wirklichen Leben in das vorübergehende, durch den Tod begrenzte reale Leben geworfen. Das wirkliche Leben war verwirkt.

Da der allmächtige Gott ein Gott der unendlichen Liebe und Gnade ist, sandte er seinen Sohn in die reale Welt, um mitten unter den Menschen zu leben, für uns den Opfertod am Kreuz zu durchleiden und uns durch seinen Tod und seine Auferstehung ein- für allemal von unserer vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Schuld zu erlösen - uns damit den Zugang zum wirklichen, ewigen Leben wieder zu ermöglichen.

Wir haben nach wie vor die göttliche Fähigkeit, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, aber auch entsprechende Verantwortung und Konsequenzen zu tragen. Wenn wir unser Leben Jesus übergeben, haben wir durch den jedem Menschen innewohnenden Heiligen Geist die Kraft und Unterstützung bei Erkennen von Gut und Böse, bei unseren Entscheidungen. Entscheide ich mich für ein autarkes Leben, werde ich diese Unterstützung nicht nutzen, ihr Vorhandensein gar nicht erst wahrnehmen - und muss sehen, wie ich alleine zurechtkomme, was übermenschlich schwierig sein dürfte.

Unendliche Gnade des liebenden Gottes bedeutet aber auch, dass ich meine Entscheidung gegen ihn jederzeit revidieren und zu ihm zurück-, umkehren darf/kann. Gott sei Dank!

 

Tolle Zusammenfassung – Danke!

 

 

(…) Darin sagt Dr. W. Kleine u. a., wenn Gott all-mächtig ist, ist er auch ohn-mächtig - sonst wäre er nicht allmächtig. Frage: Gehört zu seiner Allmacht dann auch, dass er sowohl gut als auch böse ist???

Wie Du später selbst ausführst, ist „Böse“ doch sehr entscheidend von unserer (gesellschaftlichen) Bewertung abhängig. Was ich in Norddeutschland als „normal“ gelernt und erfahren habe, gilt hier in Bayern häufig als „böse“, übergriffig oder unsensibel. Und in diesem Beispiel befinden wir uns innerhalb eines einzigen Landes.

Ich weiß, daß Gott allmächtig ist und weil er alles zuläßt und uns den freien Willen läßt, auch eigene Zustände der „Ohnmacht“ zuläßt. Ansonsten wäre er übergriffig und wir hätten eben keine Entscheidungsgewalt mehr, sondern wären Marionetten.

 

Deshalb ist er aber doch nicht „böse“. Wir entscheiden und bewerten. Und bisweilen verstehen wir Dinge nicht – Dinge und Situationen in welche wir uns bisweilen selbst hineinmanövriert haben. Ich muß nicht alles verstehen und erkennen um zu wissen, daß Gott gut, barmherzig, liebevoll und allmächtig ist.

 

 

 

Praktisches (geschenktes) Beispiel zum Abschluß:

Erlebnis Gottes nach einer kleinen, scheinbar banalen Auseinandersetzung:

(...) Diese meine letzte Bemerkung ist mir im Gegensatz zu sonst ganz schwerlastig nachgegangen, hat mich immer wieder eingeholt. (...) ich habe  sehr gehofft, der Person noch einmal zu begegnen, um mich zu entschuldigen.

Sonst wäre ich darüber hinweggegangen; ging dieses Mal aber nicht. Im Gegenteil!

Der zerknirschte Geist.

Ist dieses Gefühl – diese Einsicht der Distanz und Lieblosigkeit nicht direkt Gottes Werk? Erkenntnis! Und mit dieser Erkenntnis darf ich nun zu Gott gehen, vor ihn treten und bekennen, hey, ich war lieblos und habe Dir in dieser Situation keinen Raum gegeben. Ich habe bewertet und verurteilt und mich somit über mein Gegenüber gestellt. Gott, ich spüre einen.... Schmerz, DEINEN Schmerz. In der Form ist es neu für mich, doch ich nehme ganz eindeutig etwas Neues wahr.

 

Ich bin mir sicher, daß ich deshalb immer noch derartige Dinge tue, doch das Intervall zwischen der Begebenheit und der Erkenntnis wird immer kürzer. Ich (kann ja nur von mir sprechen) werde immer sensibler für sein Wirken und die geschenkten, göttlichen Erkenntnisse, die mich wachsen lassen. Denn darum geht es doch, oder?

Nicht darum mich selbst zu verurteilen und vor Gott schlecht zu machen (damit würde ich mich ja wieder aufspielen – frei nach dem Motto: Wenn ich schon im Guten nicht gut sein kann, dann doch wenigstens im Bösen!), sondern darum mich ihm anzunähern, zu wachsen und immer mehr so zu leben (in meinem Potential), wie er mich gewollt und geschaffen hat – mit SEINER Hilfe und durch seinen heiligen Geist.

 

 

Amen!

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